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Aktualisierung am
22. August 2017
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BürgerBus - der Lückenfüller


Heinz Hibbeler, Fahrdienstleiter des Kirchlintler BürgerBusvereins

Es ist eine kleine Gewohnheit, der Heinz Hibbeler in seinen Pausen frönt. In einem Café nahe der Haltestelle gönnt sich der BürgerBusfahrer eine kleine Stärkung. Eine halbe Stunde hat er am Nachmittag zwischen seinen Fahrten, den Bus parkt er so lange im Schatten. Hibbeler sitzt allerdings nicht nur hinter dem Steuer, seit ein paar Wochen ist er auch Fahrdienstleiter und somit dafür verantwortlich, dass stets alle Linien besetzt sind. Manchmal ist das mit ganz schön viel Telefoniererei verbunden. Denn, auch wenn sich alle ehrenamtlichen Fahrer online für verschiedene Touren eingetragen haben, bleiben gelegentlich Lücken in der Besetzung. Dann ist es an Hibbeler, diese zu schließen.
Fast 10 000 Kirchlintler und Gäste der Gemeinde nutzten im vergangenen Jahr die Dienste der BürgerBusflotte. Die Fahrgastzahlen stiegen seit 2012 kontinuierlich. Auf vier Routen drehen die kleinen Flitzer in der Gemeinde ihre Kreise. „Wir decken alles ganz gut ab“, findet der Fahrdienstleiter.
Hibbeler selbst ist seit 2014 Fahrer beim BürgerBusverein. Angeworben hatte ihn Peter Ziehm aus dem Vorstand. „Ich fahre gerne viel und weit“, erklärt Hibbeler. Ihn für das Ehrenamt beim Bürgerbusverein zu begeistern, sei also ein Leichtes gewesen. Schon bei der Bundeswehr habe er großes Gerät gesteuert, privat reise er per Wohnmobil. Bevor Hibbeler allerdings im BürgerBus das Lenkrad in die Hand nehmen durfte, musste er einen Personenbeförderungsschein machen. „Für mich war das eine Sicherheit“, denn auch eine medizinische Überprüfung stand dafür auf dem Plan. Hibbeler: „Wir fahren schließlich keinen Kies, sondern Menschen.“
Vier bis fünf mal ist er mit seinen Kollegen mitgefahren, um die Strecken und den Ablauf kennenzulernen, dann durfte er alleine los. „Nach meiner ersten Fahrt war ich total durchgeschwitzt. Ich wollte möglichst pünktlich sein.“ Den Stress mache er sich nun nicht mehr, pünktlich sei er trotzdem. Und falls es dann doch einmal zwei Minuten später wird, warten die Fahrgäste auch auf ihn. Manchmal lasse sich das nicht vermeiden, denn wenn der Bus aus Verden etwas knapp dran sei, bleibe auch der Dorfflitzer etwas länger stehen. Schließlich sollen die Umsteigenden, die von der Kreiststadt auf das Land wollen, noch ihren Anschluss erreichen. Künftig werden die BürgerBusse mit Funkgeräten ausgestattet sein, damit sie im Fall einer Verspätung die Verdener Linie kontaktieren können.
Inzwischen kennt sich Hibbeler, der eigentlich in Verden-Walle lebt, auch auf dem Kirchlintler Gebiet gut aus. Einige seiner Kunden sind ihm mittlerweile gut bekannt. „Im Moment sind es mehr Stammgäste.“ Die vertreiben sich die Zeit auch mal mit einem Plausch mit dem Fahrer. Zum Herbst hin steigen dann auch jene ein, die im Sommer das Fahrrad bevorzugen.
Vier Strecken umfasst der Fahrplan des Vereins. Bevor der Bus nach getaner Arbeit in die Abstellung fährt, steht für ihn noch eine große Tour an. Bei der werden nach Bedarf noch einmal alle Ortschaften angesteuert. „Dann fahren wir nicht mehr gemäß der Linie, sondern eher wie ein Taxi“, sagt Hibbeler. Und wenn jemand mit Bewegungseinschränkungen mit an Bord ist, hält der Bus auch mal abseits der Haltestellen. Aus einer Ausnahme wird manchmal aber auch die Regel. So gibt es neuerdings in Brunsbrock eine Bedarfshaltestelle, die auf Wunsch eines mobilitätseingeschränkten Fahrgastes eingerichtet wurde. Mit dem nächsten Fahrplan soll der Stopp zur regulären Haltestelle werden. „Wir haben schon öfter geringfügig die Streckenverläufe geändert, manchmal kommen auch Haltestellen dazu“, sagt Hibbeler. Das zeigt vor allem eines: Nicht nur die Fahrer, auch der gesamte Verein ist stets flexibel.
( 22. August 2017)